In der Nacht von Donnerstag auf Freitag den 28. August 2026 findet in den frühen Morgenstunden, ab 4 Uhr, eine partielle (teilweise) Mondfinsternis statt. Die maximale Verfinsterung von etwa 90% wird bei Monduntergang erreicht.
Mondfinsternis kurz vor Monduntergang gegen 6 Uhr. Simulation mit Stellarium.
Mondfinsternisse entstehen bei Vollmond, wenn Sonne, Erde und Mond in einer Linie stehen. Das ist der Fall, wenn der Vollmond nahe seines Mondknotens, dem Schnittpunkt der Mondbahn mit der Ekliptik, steht. Näheres zur Enstehung von Mondfinsternissen siehe https://www.timeanddate.de/finsternis/partielle-mondfinsternis
Die Mondfinsternis am Freitag den 28.08.2026, findet nicht zufälligerweise nach der Sonnenfinsternis vom 12. August statt. Sonnen- und Mondfinsternisse folgen häufig aufeinander, wenn Neumond und Vollmond sich noch in der Nähe der Mondknoten befinden. Es ist aber nicht all zu häufig, dass man 2 Finsternisse, von einem Ort aus, hintereinander beobachten kann.
BAA-Veranstaltung in Kooperation mit dem Naturpark Rosalia-Kogelberg in Sigleß
In Kooperation mit dem Naturpark Rosalia-Kogelberg veranstaltet der Burgenländische Arbeitskreis Astronomie BAA eine gemeinsame Beobachtung der Mondfinsternis beim Oktaeder in Sigleß. Die Veranstaltung beginnt offiziell um 5 Uhr, wer bereits 4 Uhr Uhr dort ist, kann das Ereignis von Anfang an beobachten. Die Veranstaltung ist kostenpflichtig – Details und Anmeldung siehe Webseite des Naturparks https://www.rosalia-kogelberg.at/naturpark-rosalia-kogelberg-nachthimmel/
Verlauf der Mondfinsternis vom Freitag, den 28.08.2026
3:23 Uhr MESZ: Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde (unsichtbar) 4:10 Uhr MESZ: Eintritt in den Halbschatten wird sichtbar, Mond 17° hoch 4:33 Uhr MESZ: Eintritt in den Kernschatten, Mond 14° hoch 5:35 Uhr MESZ: Beginn der Morgendämmerung, Mond 5° hoch gegen 6 Uhr: Monduntergang, je nach Höhe des Horizonts, Kompassrichtung 255° (WSW) 6:13 Uhr MESZ: Maximale Verfinsterung, unsichtbar
Tipp: Für eine günstige Beobachtung ist ein niedriger Horizont notwendig. Untergang des Mondes in Richtung Westsüdwest WNW, Azimut 255°.
Am Mittwoch, den 12. August 2026 findet über Europa eine totale Sonnenfinsternis statt, die in Österreich als partielle (teilweise) Verfinsterung der Sonne beobachtet werden kann. Der Bedeckungsgrad beträgt dabei bis zu 90%!
„Maximale Bedeckung“, Grafik: BAA, Karl Vlasich
Was ist eine Sonnenfinsternis?
Bei einer Sonnenfinsternis fällt der Schatten des Mondes auf die Erde. Von der Erde aus gesehen schiebt sich der Mond vor die Sonnenscheibe. Sonnenfinsternisse gibt es nur bei Neumond, wenn Sonne, Mond und Erde in einer Linie stehen.
„Geometrie einer Sonnenfinsternis“, nicht maßstäblich. Quelle: Wikipedia, Sagredo. Bearbeitet: BAA, Karl Vlasich
Im ca. 300 km breiten Kernschatten wird die Sonne völlig verfinstert und die Sonnenkorona wird sichtbar. Im Halbschatten kommt es zu einer partiellen (teilweisen) Verfinsterung der Sonne.
Grafiken und Bilder: BAA, Karl Vlasich
Durch die Drehung der Erde um ihre Achse, die Bewegung des Mondes um die Erde und die Bahnbewegung der Erde um die Sonne, kann eine Sonnenfinsternis über einen großen Teil der Erdoberfläche beobachtet werden.
Der Verlauf der totalen Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 – Global
Die Sichtbarkeit der Sonnenfinsternis umfasst Nordamerika, Nord- und Mitteleuropa, die iberische Halbinsel, Teile Südeuropas und Westafrika. Der Kernschatten des Mondes wandert von Sibirien über Grönland und Island, bis zum spanischen Festland und den Balearen. Das Maximum der Verfinsterung wird westlich von Island mit 2 min 18 sec erreicht.
Zu einer totalen Verfinsterung der Sonne kommt es im Westen von Island und über der iberischen Halbinsel bis zu den Balearen. Die partielle Phase umfasst beinahe ganz Europa.
Tipp: Durch Klick auf einen Ort der intaraktiven Landkarte von Xavier M. Jubier, erhält man detaillierte Daten zur Sonnenfinsternis.
Die totale Sonnenfinsternis in Spanien
Der Kernschatten trifft um 20:27 Uhr MESZ auf das spanische Festland an der Nordküste, wandert über die iberische Halbinsel und überquert gegen 20:32 Uhr MESZ die Inseln Mallorca, Ibiza und Menorca. Danach endet die totale Sonnenfinsternis mit Sonnenuntergang.
Obwohl im gesamten Kernschattenbereich die Sonne verfinstert wird, hängt die Dauer der Verfinsterung vom Abstand zur Zentrallinie ab. Vergleiche Mallorca mit 1 min 36 sec zu Menorca mit 1 min 10 sec.
Die Sonnenfinsternis über (Ost-) Österreich
Die Verfinsterung der Sonne in Österreich beginnt etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang. Während die Sonne sich dem Untergang nähert, schiebt sich der Mond immer weiter vor die Sonne. Das Maximum der Verfinsterung wird in West-Österreich noch vor Sonnenuntergang erreicht, in Ost-Österreich tritt das Maximum der Verfinsterung erst nach Sonnenuntergang gegen 20:15 Uhr MESZ ein – siehe auch Grafik am Beginn dieses Artikels.
Die folgende Grafik zeigt den Ablauf der Sonnenfinsternis für Podersdorf am Neusiedlersee. Die Werte gelten +/- 2 min für gesamt Ost-Österreich.
Grafik: BAA, Karl Vlasich, Simulation mit Stellarium
Die Beobachtung der Sonnenfinsternis
Die Beobachtung der Sonnenfinsternis darf nur mit Sonnenfinsternis-Brille erfolgen! Kaufen Sie diese im Fachhandel und achten Sie auf die CE/ISO Zertifizierung. Bei der Beobachtung der Sonnenfinsternis mit optischen Instrumenten sind spezielle Filterfolien oder Filtergläser erforderlich. Die Sonnenbeobachtung ohne Schutz führt zu schweren Verletzungen der Netzhaut bis zur Erblindung.
Der Bedeckungsgrad der Sonne schwankt in Österreich zwischen 90% im Westen und 87% im Osten. Speziell in Ost-Österreich gilt dieser Bedeckungsgrad nur, wenn die Sonne am mathematischen Horizont steht. Es ist daher wichtig, einen Beobachtungsplatz auszuwählen, wo der natürliche Horizont bei Sonnenuntergang möglichst niedrig ist und die Höhe des natürlichen Horizonts idealerweise unter 1° beträgt.
„Bedeckungsgrad in Abhängigkeit der Höhe über dem Horizont“. Grafik: BAA, Karl Vlasich, Simulation mit Stellarium
Am 12. August 2026 geht die Sonne bei Azimut (=Kompassrichtung) 293° WNW unter. In dieser Richtung sollten keine Hindernisse wie Häuser, Wälder, nahe Hügel oder Berge stehen.
Tipp: In den 2 Wochen vor der Sonnenfinsternis kann der Untergangspunkt für den 12. August mit Hilfe der untenstehenden Grafik abgeschätzt werden. Die Grafik zeigt die Untergangspunkte der Sonne ab dem 29.7. Der Bereich enstpricht einer Breite von 4 Fingern bei ausgestreckter Hand.
„Untergangspunkte der Sonne, 2 Wochen vor der Sonennfinsternis“ Grafik: BAA, Karl Vlasich, Simulation mit Stellarium
Beobachtungsorte – Vorschläge für Ost-Österreich
Generell finden sich günstige Bedingungen in weiten Ebenen, beispielsweise im gesamten Seewinkel, und generell auf Anhöhen, wo der Blick nach WNW frei ist.
Mittelburgenland: Bereich Deutschkreutz bis Lutzmannsburg
um 1°
Bezirk Bruck/Leitha
0,1° bis 0,5°
Bereich Bruck/Leitha – Petronell – Hundsheim
Das Messen der Horizonthöhe für eigene Beobachtungsorte ist mit dem kostenlosen Geodaten-Portal https://geoland.at/ möglich. Eine Kurzanleitung findet sich hier:
Der Kosmos-Verlag hat das Buch „Sonnenfinsternis über Europa“ herausgegeben. Auf 32 Seiten wird die Entstehung von Sonnenfinsternissen und der Verlauf der Sonnerfinsternis vom 12. August 2026 beschrieben. Ebenso gibt es Tipps zum Beobachten und Fotografieren. Zudem liegt dem Buch eine Sonnenfinsternisbrille bei. Es kostet EUR 11,-.
Am Freitag den 19.9.2025 kommt es zu einer Bedeckung der Venus durch den Mond.
Bereits am Morgen des 19.9. ab 5 Uhr, kann die Annäherung der Mondsichel an die Venus beobachtet werden. Mond und Venus stehen da noch 3,3° voneinander entfernt. Die Venus steht dabei nur 0,6° neben Regulus, dem Hauptstern im Sternbild Löwe.
Gegen 6 Uhr werden die Himmelskörper in der Morgendämmerung verblassen.
Am Nachmittag des 19.9. kommt es dann zur eigentlichen Bedeckung, die im Fernglas beobachtet werden kann. Um 14.17 Uhr MESZ bedeckt die schmale Mondsichel die Venus für über eine Stunde. Um 15.29 Uhr wird die Venus an der unbeleuchteten Seite des Mondes wieder sichtbar. Die Zeiten gelten für Eisenstadt, die Werte schwanken für Ostösterreich um einige Minuten.
Zur Beobachtung ist zumindest ein Fernglas erforderlich. Schwierig wird das Auffinden der Venus und der schmalen Mondsichel (Mondphase 5,3%) am hellen Taghimmel.
Hier die Position der Venus für Eisenstadt (gültig plus/minus für Ostösterreich): Eintritt: 14:17 Uhr, Kompassrichtung=244°, WSW, Höhe=37° Austritt: 15:29 Uhr, Kompassrichtung=260°, W, Höhe=26°
Liebe Astronomie-Begeisterte, die Burgenländische Arbeitsgemeinschaft Astronomie beobachtet natürlich, gutes Wetter vorausgesetzt, die totale Mondfinsternis!
Unsere Beobachtungsteams in Katzelsdorf und am Brentenriegel/Sieggraben
Ihr findet uns am Sonntag den 7. September 2025: 2801 Katzelsdorf, Niederösterreich, vis a vis Eichbüchler Strasse 43, auf der Wiese der Pferde, rechts hinten. Ab 18:00 werden unsere Beobachter und Erklärbären da sein!
Zur Veranstaltung am Brentenriegel in Sieggraben bitte auf der Homepage der Sternwarte anmelden!
Hier alle Eckdaten zur Mondfinsternis
Daten zusammengestellt von Karl Vlasich, BAA, alle Bilder: Simulation mit Stellarium
Himmelsübersicht Mond mit SaturnMond um 20.11 Uhr, Mitte der FinsternisMond um 20.52 Uhr, Ende der TotalitätMond um 21.50 Uhr, kurz vor dem Austritt aus dem Kernschatten (21.56 Uhr)
19:19 Mondaufgang Kompassrichtung 99° (OSO) 19:22 Sonnenuntergang 19:30 Beginn der Totalität Mond 1,3° hoch 20:11 Mitte der Finsternis Mond 7,6° hoch 20:52 Ende der Totalität Mond 13,7° hoch 21:56 Austritt des Mondes aus dem Kernschatten Mond 22,7° hoch 22:57 Austritt aus dem Halbschatten (nicht beobachtbar)
Zwischen Beginn der Totalität um 19.30 Uhr bis kurz vor Mitte der Finsternis um 20.11 Uhr herrscht die „blaue Stunde“. In diesem Zeitraum ist der Himmel noch nicht völlig dunkel und eignet sich besonders für Landschaftsaufnahmen mit dem verfinsterten Mond. Beispiel: https://pixabay.com/de/photos/nachtaufnahme-vollmond-blutmond-4059513/
Weitere Daten 19:29 Beginn der blauen Stunde 19:54 Ende der bürgerlichen Dämmerung 20:06 Ende der blauen Stunde 20:31 Ende der nautischen Dämmerung
19:55 Aufgang des Saturn, Azimut 93,1° (Ost) 20:11 Zur Mitte der Finsternis steht Saturn 7,6° hoch
Im August 2025 kommt es zu einer engen Begegnung zwischen den Planeten Saturn und Neptun. Die beiden Planeten laufen beinahe parallel, wobei in der Nacht vom 5. auf den 6. August die Distanz nur 1,1° (etwa 2 Vollmonddurchmesser) beträgt.
Die Konjunktion der beiden Planeten kann am Besten ab Mitternacht beobachtet werden, wenn sie hoch genug über dem Horizont stehen. Um Neptun mit einer Helligkeit von 7.8 mag zu sehen, ist ein gutes Fernglas oder kleines Teleskop erforderlich.
Der auffällige Saturn steht im Sternbild Fische, zum Auffinden von Neptun ist eine Sternkarte, z.B. Stellarium mobile, zu empfehlen.
Die Bahnen von Saturn und Neptun im August 2025, BAA, Karl Vlasich, Simulation mit Stellarium
In der Nacht vom 3. auf den 4. Mai 2025 kommt es zu einer engen Begegnung von Mond und Mars.
Mit Einbruch der Dunkelheit gegen 21 Uhr MESZ am 3. Mai, steht der Mond noch 3,5° von Mars entfernt. Im Laufe der Nacht nähert sich der Mond dem roten Planeten, bis er gegen 1 Uhr morgens am 4. Mai, kurz vor Untergang des Mondes, nur noch 1,3° entfernt ist.