Sonnenfinsternis am 12. August

Am Mittwoch, den 12. August 2026 findet über Europa eine totale Sonnenfinsternis statt, die in Österreich als partielle (teilweise) Verfinsterung der Sonne beobachtet werden kann. Der Bedeckungsgrad beträgt dabei bis zu 90%!

„Maximale Bedeckung“, Grafik: BAA, Karl Vlasich

Was ist eine Sonnenfinsternis?

Bei einer Sonnenfinsternis fällt der Schatten des Mondes auf die Erde. Von der Erde aus gesehen schiebt sich der Mond vor die Sonnenscheibe. Sonnenfinsternisse gibt es nur bei Neumond, wenn Sonne, Mond und Erde in einer Linie stehen.

„Geometrie einer Sonnenfinsternis“, nicht maßstäblich.
Quelle: Wikipedia, Sagredo. Bearbeitet: BAA, Karl Vlasich

Im ca. 300 km breiten Kernschatten wird die Sonne völlig verfinstert und die Sonnenkorona wird sichtbar. Im Halbschatten kommt es zu einer partiellen (teilweisen) Verfinsterung der Sonne.

Grafiken und Bilder: BAA, Karl Vlasich

Durch die Drehung der Erde um ihre Achse, die Bewegung des Mondes um die Erde und die Bahnbewegung der Erde um die Sonne, kann eine Sonnenfinsternis über einen großen Teil der Erdoberfläche beobachtet werden.

Tipp: NASA-Animation der Sonnenfinsternis von 2024 in den USA: https://svs.gsfc.nasa.gov/5186

Weiterführende Seiten zu Sonnenfinsternissen allgemein:

Der Verlauf der totalen Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 – Global

Die Sichtbarkeit der Sonnenfinsternis umfasst Nordamerika, Nord- und Mitteleuropa, die iberische Halbinsel, Teile Südeuropas und Westafrika.
Der Kernschatten des Mondes wandert von Sibirien über Grönland und Island, bis zum spanischen Festland und den Balearen. Das Maximum der Verfinsterung wird westlich von Island mit 2 min 18 sec erreicht.

Grafik: https://www.solar-eclipse.info, bearbeitet: BAA, Karl Vlasich

Detaillierte Beschreibungen des Verlaufs können auf folgenden Webseiten gefunden werden:

Der Verlauf der Sonnenfinsternis über Europa

Zu einer totalen Verfinsterung der Sonne kommt es im Westen von Island und über der iberischen Halbinsel bis zu den Balearen. Die partielle Phase umfasst beinahe ganz Europa.

Screenshot der Internet-Seite von Xavier M. Jubier,
http://xjubier.free.fr/en/site_pages/solar_eclipses/TSE_2026_GoogleMapFull.html

Tipp: Durch Klick auf einen Ort der intaraktiven Landkarte von Xavier M. Jubier, erhält man detaillierte Daten zur Sonnenfinsternis.

Die totale Sonnenfinsternis in Spanien

Der Kernschatten trifft um 20:27 Uhr MESZ auf das spanische Festland an der Nordküste, wandert über die iberische Halbinsel und überquert gegen 20:32 Uhr MESZ die Inseln Mallorca, Ibiza und Menorca. Danach endet die totale Sonnenfinsternis mit Sonnenuntergang.

Grafik: https://www.solar-eclipse.info, bearbeitet: BAA, Karl Vlasich

Obwohl im gesamten Kernschattenbereich die Sonne verfinstert wird, hängt die Dauer der Verfinsterung vom Abstand zur Zentrallinie ab. Vergleiche Mallorca mit 1 min 36 sec zu Menorca mit 1 min 10 sec.

Die Sonnenfinsternis über (Ost-) Österreich

Die Verfinsterung der Sonne in Österreich beginnt etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang. Während die Sonne sich dem Untergang nähert, schiebt sich der Mond immer weiter vor die Sonne. Das Maximum der Verfinsterung wird in West-Österreich noch vor Sonnenuntergang erreicht, in Ost-Österreich tritt das Maximum der Verfinsterung erst nach Sonnenuntergang gegen 20:15 Uhr MESZ ein – siehe auch Grafik am Beginn dieses Artikels.

Karte: basemap.at, bearbeitet: BAA. Karl Vlasich

Die folgende Grafik zeigt den Ablauf der Sonnenfinsternis für Podersdorf am Neusiedlersee. Die Werte gelten +/- 2 min für gesamt Ost-Österreich.

Grafik: BAA, Karl Vlasich, Simulation mit Stellarium

Die Beobachtung der Sonnenfinsternis

Die Beobachtung der Sonnenfinsternis darf nur mit Sonnenfinsternis-Brille erfolgen! Kaufen Sie diese im Fachhandel und achten Sie auf die CE/ISO Zertifizierung.
Bei der Beobachtung der Sonnenfinsternis mit optischen Instrumenten sind spezielle Filterfolien oder Filtergläser erforderlich.
Die Sonnenbeobachtung ohne Schutz führt zu schweren Verletzungen der Netzhaut bis zur Erblindung.

Siehe auch Sicherheitshinweise der WAA (Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie)

Wahl des Beobachtungsortes

Der Bedeckungsgrad der Sonne schwankt in Österreich zwischen 90% im Westen und 87% im Osten. Speziell in Ost-Österreich gilt dieser Bedeckungsgrad nur, wenn die Sonne am mathematischen Horizont steht.
Es ist daher wichtig, einen Beobachtungsplatz auszuwählen, wo der natürliche Horizont bei Sonnenuntergang möglichst niedrig ist und die Höhe des natürlichen Horizonts idealerweise unter 1° beträgt.

„Bedeckungsgrad in Abhängigkeit der Höhe über dem Horizont“.
Grafik: BAA, Karl Vlasich, Simulation mit Stellarium

Am 12. August 2026 geht die Sonne bei Azimut (=Kompassrichtung) 293° WNW unter. In dieser Richtung sollten keine Hindernisse wie Häuser, Wälder, nahe Hügel oder Berge stehen. Sehr günstige Bedingungen finden sich in weiten Ebenen, beispielsweise im gesamten Seewinkel, und generell auf Anhöhen, wo der Blick nach WNW frei ist.

Tipp: Zwischen 28. April und 1. Mai gibt es eine gute Möglichkeit einen passenden Beobachtungsplatz für die Sonnenfinsternis auszuwählen. In diesen Tagen geht die Sonne genau dort unter, wo sie auch am 12. August untergehen wird.

„Position der Sonne am 12. August sowie am 29. und 30. April 2026 beim Untergang“
Grafik: BAA, Karl Vlasich, Simulation mit Stellarium

Buchtipp

Der Kosmos-Verlag hat das Buch „Sonnenfinsternis über Europa“ herausgegeben. Auf 32 Seiten wird die Entstehung von Sonnenfinsternissen und der Verlauf der Sonnerfinsternis vom 12. August 2026 beschrieben. Ebenso gibt es Tipps zum Beobachten und Fotografieren. Zudem liegt dem Buch eine Sonnenfinsternisbrille bei. Es kostet EUR 11,-.

Bedeckung der Venus durch den Mond

Am Freitag den 19.9.2025 kommt es zu einer Bedeckung der Venus durch den Mond.

Bereits am Morgen des 19.9. ab 5 Uhr, kann die Annäherung der Mondsichel an die Venus beobachtet werden. Mond und Venus stehen da noch 3,3° voneinander entfernt. Die Venus steht dabei nur 0,6° neben Regulus, dem Hauptstern im Sternbild Löwe.

Begegnung Mond Venus Regulus
Gegen 6 Uhr werden die Himmelskörper in der Morgendämmerung verblassen.

Am Nachmittag des 19.9. kommt es dann zur eigentlichen Bedeckung, die im Fernglas beobachtet werden kann.
Um 14.17 Uhr MESZ bedeckt die schmale Mondsichel die Venus für über eine Stunde. Um 15.29 Uhr wird die Venus an der unbeleuchteten Seite des Mondes wieder sichtbar. Die Zeiten gelten für Eisenstadt, die Werte schwanken für Ostösterreich um einige Minuten.

Zur Beobachtung ist zumindest ein Fernglas erforderlich. Schwierig wird das Auffinden der Venus und der schmalen Mondsichel (Mondphase 5,3%) am hellen Taghimmel.

Hier die Position der Venus für Eisenstadt (gültig plus/minus für Ostösterreich):
Eintritt: 14:17 Uhr, Kompassrichtung=244°, WSW, Höhe=37°
Austritt: 15:29 Uhr, Kompassrichtung=260°, W, Höhe=26°

Mondwanderung in Steinbrunn am 30. August

Am Samstag den 30. August veranstalten das „Gesunde Dorf Steinbrunn“ und der BAA die schon traditionelle Mondwanderung in Steinbrunn.

Zeit: Samstag 30. August 2025, 19 Uhr
Ort: Friedrich-Robak Platz, 7035 Steinbrunn

Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung beim „Gesunden Dorf“ erforderlich: gesundesdorf.steinbrunn@gmx.at
Anmeldeschluss ist der 28. August 2025

Begleite uns bei dieser kurzen Wanderung in gemütlicher Runde mit anschließender
Labstelle und erfahre Wissenswertes über den Mond, den Himmel und die Sterne.

Wir starten gemeinsam vom Friedrich-Robak-Platz und wandern ca. 2,3 km zu unserem Ziel – den bereits aufgestellten Teleskopen – um den Sternenhimmel zu beobachten. Für die Kinder wird es auch
heuer wieder einen Wettlauf zum Mond geben!

Diesmal ist die Wanderstrecke nicht kinderwagentauglich und für den Heimweg bitten wir euch wieder Taschenlampen mitzunehmen. Bei Schlechtwetter wird die Veranstaltung abgesagt.

6. August 2025, Konjunktion Saturn-Neptun, 1,1°

Im August 2025 kommt es zu einer engen Begegnung zwischen den Planeten Saturn und Neptun. Die beiden Planeten laufen beinahe parallel, wobei in der Nacht vom 5. auf den 6. August die Distanz nur 1,1° (etwa 2 Vollmonddurchmesser) beträgt.

Die Konjunktion der beiden Planeten kann am Besten ab Mitternacht beobachtet werden, wenn sie hoch genug über dem Horizont stehen. Um Neptun mit einer Helligkeit von 7.8 mag zu sehen, ist ein gutes Fernglas oder kleines Teleskop erforderlich.

Der auffällige Saturn steht im Sternbild Fische, zum Auffinden von Neptun ist eine Sternkarte, z.B. Stellarium mobile, zu empfehlen.